Sommerfreizeit Ü18 2019

Nachricht Irland, 31. Juli 2019

Auf zur grünen Insel!

Das neue Konzept, ein voller erfolg bei den Teilnehmern!
Mit einer sehr Positiven bilanz blicken alle auf diese neue Ü18 Sommerfreizeit zurück und somit ist absolut klar "Sowas kann es gerne wieder geben!".

Aber seht selbst was alles so auf der Freizeit passiert ist und warum alle so begeistert von der Grünen Insel sind!
Hier findet ihr neben einem sehr ausführlichen Freizeitbericht jede menge Bilder und Videos zu dieser Freizeit

Irland Sommerfreizeit | Drohnen Flug

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Irland Sommerfreizeit | Interview

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Und das sagen die Teilnehmer über diese Freizeit.

Freizeitbericht

Am Freitag, dem 19.7. machten sich Seppel, Tobi, Alex und Jan-Niklas auf die Reise nach Irland. Die Fahrt dauerte dann 32 Stunden und führt durch 4 Länder. Leider mussten ein weiterer Teilnehmer sowie die Co-Leitung kurzfristig absagen.

Während unserer 1. Pause an der Raststätte Hamm entdeckten wir zwei Fotographen, die suchend umherblickten. Als Scherz drehten wir die Scheibe runter und meinten, dass sie uns ja auch fotografieren könnten, denn wir bräuchten ja sowieso ein Gruppenbild ;) Die Antwort kam prompt und unerwartet: "Jaaa, gerne!" Sie suchten Leute, welche die Autobahnkapelle besuchen wollen -für einen Bericht in der lokalen Bild Zeitung. Tja, da erwies sich unsere evangelische Jugend ja als Glückstreffer. Wir besuchten die Kirche und bekamen unser professionelles Gruppenfoto.

Bild Artikel

Die folgenden Pausen waren auch stets erheiternd durch intensive Scheibenreinigungen.

Diese waren allerdings ab England nicht mehr notwendig, da wir immer wieder von heftigen Regenschauern bedacht wurden.

In Belgien bewunderten wir die Pannenboxen, die präzise alle paar hundert Meter am Fahrbahnrand auftauchten.

In Frankreich kurz vor der Fähre testeten wir intensiv die Kreisel aus, um unsere ganzen Erinnerungen an gigantische *hust* Tankstellen zu vergessen.

So ging es dann am Samstag, dem 20.07. auf die Fähre von Dünkirchen nach Dover.

In der Nachtfahrt danach konnten wir unseren besten Beifahrer ausmachen/krönen/ernennen...

Nachmittags nahmen wir die Fähre von Fishguard nach Rosslare und befanden uns endlich in unserem Zielland.

Aufgrund von Baustellen konnten wir auch schon direkt am Anfang ungewollt die irische Landschaft rund um Waterford genießen... Anzumerken ist, dass das Navi diesen Ort ungemein gerne in *feinstem* Englisch aussprach.

So stellten wir früh fest, dass in Irland zumeist schöne Häuser mit penibel gepflegten Rasenflächen anzutreffen sind.

Unser erster Campingplatz überzeugte dann auch durch seine Lage und durch nette Leute. 

Abends stellten wir -hungrig, wie wir waren- fest, dass unsere Kocher dann doch nur für auf Diät lebende Mitmenschen ausgelegt sind, da auch nach 1h unsere Nudeln noch nicht durch waren. Um Mitternacht konnten wir aber endlich gesättigt unser vorher aufgebautes Zelt beziehen.

Am Sonntag, dem 21. besichtigen wir den Rock of Cashel, welche eine beeindruckende Burg nahe Tipperary ist und zogen noch ein wenig durch die angrenzende Stadt. Dort entdeckten wir auch ein paar schöne Kirchen.

Nachmittags regnete es dann. Davon ließen wir uns aber nicht abhalten und machten zu Teilen einen Spaziergang, um die herumliegende Flora und Fauna besser kennenzulernen...so entdeckten wir z.B. Riesenschnittlauch und maßen uns mit den Bullen in der Disziplin Niederstarren. Außerdem fiel uns positiv auf, dass die Iren stets freundlich Grüßen.

Gekocht wurde dann improvisiert unter der Bulli-Heckklappe mit darüber gebauter Plane, was sehr gut gelang.

Am Montag machten wir uns auf zu unserem nächsten Campingplatz in Killarney.

Dort angekommen genoss jeder seine eigene Vorstellung von Snack... Von Möhren über Salami bis hin zu purer Cookie-Creme....Naja, am Ende waren wir jedenfalls gesättigt.

Danach besuchten wir die Innenstadt von Killarney, wo auch die Ein oder Andere Spezialität probiert wurde...ich sage nur black pudding... Nachdem die Verkäuferin mich argwöhnisch gefragt hatte, ob ich mir wirklich sicher bin, dass ich das Richtige bestellt habe, begutachte sie mich auch beim Essen, ob denn auch wirklich alles verzehrt wird. Am Ende meines Kampfes um ein genießerisches Gesicht wirkte die Bedienung sehr erfreut, dass auch Nicht-Einwohner den black pudding - ein ach "so wondeful food", probieren und für lecker befänden...ja, das lassen wir mal so stehen.

Während der Rückfahrt präsentierte sich unser Abendbrot unter kräftigem Gepolter - bei jedem Schlagloch besuchte uns eine Dose mehr.

Den Abend ließen wir mit Gesprächen über das Thema der Freizeit: "Erwachsen sein-Erwachsen werden" in Verknüpfung mit theologischen Themen und Beispielen, bei ein paar Bechern Tee ausklingen. Dies und die daran anschließenden Tagesreflexionen führten wir über die gesamte Freizeit fort und es bereicherte uns in vielerlei Hinsicht.

Dienstag, den 23.

Am Morgen standen wir früh auf, da der "Ring of Kerry" anstand. Auf der Route genossen wir die atemberaubende Aussicht und testeten auch kurz das Wasser des Atlantiks. Unterwegs begegneten uns enge Straßen und selbstmordgefährdete Vögel.

 

Ein kurzer Abstecher zu einem alten Leuchtturm rundete den Ausflug ab.

Mittwoch fuhren wir eine andere Rundstraße, besuchten die Stadt Dingle und machten einen kurzen Stopp -zumindest war er als kurz geplant...- bei einem Streichelzoo. Alex hatte schon die ganze Zeit sehnsüchtig die Schafe am Fahrbahnrand betrachtet und war teilweise so von ihnen gefesselt, dass auch schon einmal ein "mähh" von seinem Sitzplatz erscholl.

So kam es, dass wir geschlagene 30 Minuten dort verbrachten - Alex umringt von Schafen mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Nur der Vorschlag, ein Lamm in den Bulli zu locken, stieß nicht auf sein Wohlwollen. Naja, dann musste es halt was anderes zum Abendbrot geben.

Die weitere Tour forderte dann auch endlich mal Seppels Fahrfähigkeiten. 

So war vor uns eine der engen Bergstraßen durch Wohnmobile verstopft, es herrschte Verkehrschaos und es gab weder ein vor noch ein Zurück. Seppel sprang kurzerhand aus dem Fenster, da aufgrund der Enge auch keine Tür aufging und regelte den Verkehr. Er dirigierte die Fahrzeuge an den Rand, sodass wir uns in Millimeterarbeit vorwärtstasten konnten. Deutsche regeln den Verkehr auf irischen Straßen, auch nicht schlecht ;)

Auch danach begegneten uns enge Straßen im Überschuss - nun aber im Grünen ohne wirkliche Wendemöglichkeit - rechts und links wieder nur wenige Zentimeter Platz. Dafür wurden wir aber mit einem phantastischen Ausblick belohnt.

Auf dem Rückweg konnten wir dann nach einer kurzen Klettertour unsere Trinkwasservorräte an einer Quelle auffüllen.

Am Camingplatz angekommen, bauten wir unter starkem Wind das Zelt auf und zurrten die "Kochplane" zusätzlich mit Kabelbindern fest, da sie an allen Enden einzureißen drohte bzw. schon eingerissen war. Jetzt stand sie so fest, wie noch nie. In der Zwischenzeit wechselte das Wetter mehrmals zwischen Platzregen und Sonnenschein: halt typisch irisch.

Am Donnerstag machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Zeltplatz in Doolin. Auf dem Weg dorthin hielten wir in Limerick und bummelten kurz durch die Innenstadt. 

Dann wieder ein weiteres Schilderhighlight: Auf Autobahnen sind scheinbar weder Kutschen, noch Pferde und auch wirklich absolut keine Fußgänger erlaubt...

Die Wanderung zu einem nahegelegenen Schloss endete leider für uns mit dem Schild: "Privat". Abends vollendeten wir dann den schönen Tag mit einem Abendspaziergang, wo wir unterwegs beeindruckender Livemusik lauschen konnten.

Freitag frühstückten wir, nachdem wir Brennspiritus für unsere Kocher erwerben konnten, am Strand.

Dies war ein schön windiges Erlebnis, und wir wurden auch von allen Leuten wohlwollend begutachtet. So konnten wir für den ein oder anderen Lacher sorgen.

Als Erlebnis kann man auch den Erwerb vom Brennspiritus bezeichnen, welcher sich äußerst abenteuerlich gestaltete. 

Nachdem wir schon mehrere Läden abgeklappert hatten, wurden wir endlich fündig - zumindest dachten wir dies. Uns wurde nämlich Pinselreinigungs-Spiritus verkauft. Naja, ok. Fluchs wieder rein und dem Verkäufer klargemacht, dass man damit nicht kochen könne - es ließ sich nicht einmal anzünden. Dann verkaufte er das nächste Produkt, welches sich allerdings als Lampenöl herausstellte. Seppel nahm den Kocher und marschierte schnurstracks in den Laden....bereit ihm die (Un-) Brennbarkeit seiner Produkte vorzuführen. Der Verkäufer war sich keiner Schuld bewusst und versicherte, dass er mit beiden Produkten immer wunderbar Dinge in seinem Garten anzünden würde...dann präsentierte er seine Hände..: "[...]look, yesterday I bourned my own fingers." Eine Live-Vorführung lehnte er allerdings panisch ab.

Zum Glück erspähte Alex in diesem Moment die richtige Flasche (methylated spirits), ersichtlich an entsprechenden Abbildungen, und so kamen wir dennoch zu unserem Brennspiritus.

Nach diesen Erlebnissen besuchten wir die Cliffs of Moher, wo wir entlangwanderten und die gigantische Landschaft auf uns wirken ließen.

Am Samstag wurde uns langsam aber sicher bewusst, dass sich unsere Freizeit dem Ende zuneigt. Dies nahmen wir zum Anlass, eine weitere Andacht auszuarbeiten. Die Initiative übernahm dort Alex. So besannen wir uns auf die schönen und lustigen Ereignisse des Tages. Ein Jeder findet natürlich was eigenes besonders erinnerungswert, daher hier wieder nur eine Auswahl:

• Passend zu dem Lied: "Möge die Straße uns zusammenführen", lassen sich die Straßenschilder erwähnen, die an vielen Straßen vor einer Verengung der Fahrbahn (die ja, wie schon berichtet, zum Teil recht spektakulär sind...) warnen. Die ach sooo breiten Straßen Irlands werden urplötzlich enger und enger...

• Das gemeinsame Aufbauen und Flicken des Zeltes sowie der Küchenplane, denen der Wind stark zugesetzt hatte und wir froh über die eingekauften Mengen an Panzerband und Kabelbindern waren.

• Die entbehrliche und anstrengende Wander-/Klettertour auf den Berg, die mit einer Aussicht sondergleichen belohnt wurde und nicht angemessen zu beschreiben ist -ein klarer Appel: selber erleben!

So neigte sich dann auch dieser Tag dem Ende zu.

Sonntag kamen wir, nach einer Morgenandacht, in Dublin an und erkundeten auf eigene Faust die Stadt.

Zuerst mussten wir aber im Parkhaus eine Überraschung erleben... der Bulli passte nicht auf die Ebene, die für uns vorgesehen war. Nach einigem Hin und Her fanden wir aber dennoch, unter dem Schimpfen des Parkhauswächters, dass es in Irland keine solchen Busse gebe, einen für uns passenden Platz.


Am Montag führten wir das nach einem gemeinsamen Frühstück so fort. 
Dann begann am Abend unser Heimweg. 
An der Fähre in Dover kamen wir  dienstagmorgens in den Genuss, unser Mineralwasser zum Tee kochen zu verwenden...die Flaschen lagen an der Heizung und hatten sich durch den Druck und die Temperatur verformt. 
Mineralwassertee ist schon etwas gaaaanz Exklusives...

Gegen 20 Uhr kamen wir am KKJD in Wolfsburg an. Nach dem gemeinsamen Ausräumen und Säubern des Bullis verabschiedeten wir uns in der Abschiedsrunde mit dem Lied: "Sei behütet auf deinen Wegen".

So können wir am Ende unserer wunderbaren Sommerfreizeit resümieren, dass uns alle Erlebnisse zusammenschweißten, Irland ein atemberaubendes Land ist und auch ein jeder die Erkenntnis mit nach Hause nimmt: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung"!

Ein Freizeitbericht von Jan-Niklas.

Fakten für diese Aktion

  • Termin: 19. bis 30. Juli
  • Alter: von 18 bis 27 Jahren
  • Ort: Irland (Rundreise)
  • Kosten: 520,- €
  • Ansprechpartner:
    Sebastian Marx (Leitung)
    Katharina Herzog (Co-Leitung)
    (Kontakt über KKJD)